· 

Deine kreative Reise

“Start where you are. Use what you have. Do what you can.” - Arthur Ashe

 

Meine Gedanken heute drehen sich um Anfänge und festgefahrene Routinen. Sie sind für diejenigen gedacht, die mit der Fotografie - oder vielleicht auch einer anderen kreativen Ausdrucksform - gerade am Anfang stehen. Aber ich habe auch einige Gedanken für diejenigen unter uns, die bereits eine ganze Weile auf ihrem Weg sind.

 

Wir fangen alle immer wieder etwas Neues an. Dabei stehen wir oft vor einem riesigen Berg von Dingen, die wir noch nicht kennen, nicht können und von denen wir vielleicht nicht mal wissen, dass sie überhaupt existieren. 

In der Fotografie ist es zu Beginn vor allem die Technik - und ganz ehrlich, sie scheint kompliziert und gefühlt endlos zu sein. Erst lernt man seine eigene Kamera zu meistern, dann geht es um Licht - natürliches Licht, Studiolicht, ein Mix - und nicht zu vergessen, die digitale Bearbeitung mit ihren zahllosen Möglichkeiten - und das sind ja gerade mal die Kernthemen. Man hört einfach niemals auf zu lernen - es gibt immer wieder etwas Neues, man kann immer noch etwas verfeinern. 

 

Und auch wenn das alles überwältigend klingt - das ist es nicht. Man muss nur einen Schritt nach dem anderen gehen und nicht alles auf einmal wollen - denn das funktioniert nicht. Man sollte sich auch nicht hetzen, die Dauer von etwas ist irrelevant. Die Dauer bedeutet gar nichts. Wie sehr dich etwas ausfüllt, während du es tust, ist alles worum es geht. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Dein persönlicher Prozess ist wichtig. Und solange sich die Reise gut anfühlt, desto leichter fällt es - zumindest ist es bei mir so.

 

In jedem Anfang liegt etwas Wundervolles, denn man geht unvoreingenommen an etwas heran. Der Anfänger ist neugierig, experimentiert, probiert aus und entdeckt Dinge, die man auf festgefahrenen Wegen oft nicht mal mehr wahrnimmt. Und genau aus diesem Grund sollten wir lernen, uns öfter als Anfänger zu betrachten, das Altbekannte einfach mal in der Ecke stehen lassen und uns neu versuchen. Viel zu oft sind wir in Routinen gefangen, überraschen uns selbst nicht mehr. Und genau das sollten wir ändern. Auf eine gewisse Art und Weise sollten wir nie erwachsen werden, sondern das Kind ins uns selbst bewahren - das Kind das staunt, spielt und die Welt immer wieder neu entdeckt.

 

Es ist egal wie weit du gekommen bist, oder wie viel Erfahrung du gemacht hast - du solltest niemals aufhören zu experimentieren, niemals aufhören zu spielen und neue Dinge zu lernen. Das ist gut und wichtig - wichtig, um dich selbst weiter zu entwickeln, um nicht in ausgetretenen Pfaden zu laufen, die dich vielleicht gar nicht mehr weiterbringen. Bleibe neugierig und entdecke neue Horizonte. Nimm das was für dich funktioniert und wenn etwas nicht (mehr) funktioniert - suche dir einen neuen Weg. Nur so bleiben wir lebendig, denn Stillstand ist der Tod aller Kreativität. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Whispers of the Soul

Torn between Mortality and Longing


 © 2018 Michaela Jung-Vogelwiesche | All rights reserved